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Ländlermusik

Im 19. Jahrundert waren die Ländlerkapellen noch nicht standardisiert. Neben den reinen Saitenensembles, der Streichmusik, und volkstümlichen Bläserensembles lassen Fotos aus dem ausgehenden Jahrhundert aus Bläsern und Streichern gemischte Ensembles erkennen. Im 19. Jahrundert waren die Ländlerkapellen noch nicht standardisiert. Neben den reinen Saitenensembles, der Streichmusik, und volkstümlichen Bläserensembles lassen Fotos aus dem ausgehenden Jahrhundert aus Bläsern und Streichern gemischte Ensembles erkennen.

 

Um 1880 kam anstelle des Begriffs 'Buremusig' (Bauernmusik) die Bezeichnung 'Ländlermusig' auf. Die Kapellen wurden oft nach einzelnen Musikern benannt. Doch auch andere Namen wurden verwendet.

 

Aus Hudelimusig (die Familienkapelle Fuchs in Einsiedeln SZ wurde so genannt) soll der etwas abschätzige Begriff 'Hudigäggeler' für Ländlermusik entstanden sein.

 

Standardbesetzung einer Kapelle: zwei B-Klarinetten, zwei Schwyzerörgeli in B, eine Bassgeige. Immer häufiger sind Ländlerkonzerte, bei denen die Zuhörer auf mitgebrachten Holzlöffeln und Chlefeli den Rhythmus mitklappern. Im Entlebuch existiert eine einzigartige spontane und lebendige Musiklandschaft. Der berühmteste, legendäre Ländlerkomponist war Kasimir Geisser aus Arth SZ - Kasi Geisser (1899-1943). Seine witzigen Kompositionen sind noch heute populär.

 

In allen Stilen werden dreiteilige, höchstens 32 Takte lange Tänze wie Ländler, Walzer und Mazurka im Dreivierteltakt und Schottisch, Polka, Marsch im Zweivierteltakt gespielt. Auffallend sind die überwiegenden Dur-Tonarten.

Bereits 1890 wurde die erste Ländlermusik auf Wachswalze und von 1920 an auf Schallplatten gespielt. Seit der Gründung des Schweizer Radios (1922) hat die Ländlermusik grosse Verbreitung durch den Aether gefunden.

Mit Tanz ist Folgendes gemeint


Die 'richtige' traditionelle Melodie resp. das musikalische Hauptmotiv mit der typischen und wiedererkennbaren regionalen Färbungen und den entsprechenden Verzierungen und Schnörkel,

das Arrangement mit dem entsprechendem Aufbau und den verschiedenen Teilen, Schottisch, Polka, Marsch (2/4-Takt), Walzer, Ländler, Mazurka (3/4-Takt), zuletzt, aber von grösster Wichtigkeit: Der lüpfige Takt (neudeutsch: Groove).

 

Boom

Es gab immer Formationen, die sich eigene Interpretationend der traditionellen Tänze, resp. neues Material schufen. Ein bekanntes Beispiel sind die Schmid-Buäbä, die Beatles der Ländlermusik genannt. Durch Ihre urchige und aufmüfige Musik wurden sie sehr bekannt.

 

Sie waren mindestens ein wichtiger Teil des damals entstehenden Booms bei der Schwyzerörgelimusik.




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